Autor: Takaya Kagami
Reihe: Seraph of the End
Teil: 3
Verlag: Kazé
Seiten: 196
Sterne: 4/5
„Ich schaffe das alleine... Ich brauche niemanden... Kameraden werden nicht im Stich gelassen...“
ACHTUNG, SPOILER!
Ich dachte, ich könnte diese Sätze nach den ersten beiden Bänden nicht mehr lesen – doch in diesem Band ist es anders. Am Anfang tauchen sie zwar erneut auf, klingen aber nicht mehr trotzig, sondern emotional. Man merkt Yu in diesen Momenten sein Trauma an und spürt, dass es einen Grund gibt, warum er nicht einfach weglaufen kann.
Im Laufe von Band 3 erkennt er jedoch, dass es Situationen gibt, in denen ein Rückzug notwendig ist – etwa wenn seine Kameraden in Gefahr geraten. Und er ist es schließlich selbst, der den Rückzug vorschlägt. Besonders positiv fand ich, dass diese Entwicklung im Manga auch anerkannt wird – im Sinne von: „Gut gemacht, du hast etwas gelernt.“ Das hat mir sehr gut gefallen, denn die Charakterentwicklung wird hier wirklich gewürdigt und nicht einfach übergangen.
Deshalb bewerte ich diesen Band besser als die vorherigen. Der Cliffhanger am Ende ist wirklich fies – aber seht selbst!
Auch die Zeichnungen gefallen mir weiterhin sehr gut. Besonders schön finde ich, dass hier nicht einfach die typische Geschichte einer tragischen Vampirromanze erzählt wird. Stattdessen sind die Vampire blutrünstige Monster – oder... wenn man genau hinschaut, vielleicht doch nicht alle? Der Begriff „Monster“ bekommt in diesem Band eine neue Tiefe.
Also: Dranbleiben lohnt sich! Viel Spaß mit dem Buch.
Kommentar hinzufügen
Kommentare