Autorin: Monika Feth
Reihe: Jette-Thriller
Teil: 5
Seiten: 444
Verlag: cbt
Sterne: 1/5
Stell dir vor, es ist der 5. Band – und du merkst es nicht...
Als Erstes muss ich zugeben, dass ich die Bücher wirklich nicht in der richtigen Reihenfolge lese, was aber überhaupt nicht stört, weil die Fälle in sich abgeschlossen sind.
Nun erstmal zum Inhalt des Buches...
Jette hat endlich einen neuen Freund. Doch während bei den anderen die Alarmglocken angehen, als Luk verschwindet – und sie sich an damals erinnern, als dieser nach einem Mord einfach verschwunden ist – zweifelt Jette nicht eine Sekunde. Obwohl ihr die Situation klar zeigt, dass sie nichts über Luk weiß, ist sie fest überzeugt, dass er keinen der fünf Morde begangen hat. Obwohl er jedes Mal vor Ort war und alle Spuren zu ihm führen. Doch hat sie recht – oder ihre Freunde, die mit ihr in Gefahr geraten?
Als ich das Buch angefangen hatte, fühlte es sich an wie der zweite Teil. Die Story ist total ähnlich und die Charaktere handeln fast identisch. Es gibt kleine Änderungen, doch leider überhaupt keine Charakterentwicklung. Jette ist weiterhin naiv – und in meinen Augen dumm. Damit meine ich nicht, dass sie zu Luk hält, sondern dass sie gar nicht zweifelt. Nachdem sie sich schon einmal in einen Mörder verliebt hatte, der sie dann auch noch töten wollte, zögert sie keine Sekunde, wieder alleine in den Wald zu fahren, um einen mutmaßlichen Mörder zu treffen, über den sie gar nichts weiß.
Merle, die beste Freundin, hat sich auch nicht weiterentwickelt, und Maik und seine Freundin sind total unwichtig geworden. Der Kommissar führt weiterhin sein unglückliches Leben, hat nun aber nach Köln gewechselt – wie hätte er sonst auch wieder auf Jette treffen können, die ja jetzt dort lebt? Alles sehr vorhersehbar, und wenn man die anderen Bücher schon gelesen hat, einfach eintönig. Am Ende schafft sie die Auflösung in zwei Seiten, und abrupt ist das Buch zu Ende.
Also wie ihr merkt: Es hat mir wirklich nicht gefallen. Ich werde aber trotzdem schauen, dass ich für euch die anderen Teile noch lese.
Am schlimmsten war für mich, dass Luk, als er endlich wieder da war – und wir halten kurz fest, dass er abgehauen ist! – ihr vorwirft bzw. zu ihr sagt, sie dürfe ihn nie mehr verlassen...
Ja, wer hat denn da wen verlassen, Frau Autorin?
Nicht nur, dass sie einem suggeriert, eine toxische Beziehung sei okay, wenn der Sex gut ist – siehe Claudio und Merles Beziehung. Die todunglückliche Merle, die sich immer wieder entschließt, es zu beenden, und dann doch mit ihm in der Kiste landet, um danach wütend, aber immer noch mit ihm zusammen, abzuziehen.
Oder Jette, die einem mutmaßlichen Mörder durch halb Deutschland nachreist, der immer nur dann erreichbar ist, wenn er das will, und mit ihr Zeit verbringt, wenn es ihm passt...
Also, an alle Mädels da draußen:
Das macht keine gute Beziehung aus, und es ist auch null romantisch!
Ich kann das Buch echt nicht empfehlen – es sei denn, ihr wollt euch einfach nur berieseln lassen und findet es nicht schlimm, dass es sich wie eine Dauerschleife aus toxischen Beziehungen anfühlt...
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