Regisseurin: Uta Briesewitz
Drehbuchautorinnen: Piper Kerman (Romanvorlage), Jenji Kohan
Staffeln: 7
Abgeschlossen: Ja
Streaming: Netflix
Erscheinungsjahr: 2013–2019
Genre: Drama, Comedy
FSK: 16
Sterne: 4/5
***ACHTUNG SPOILER***
Wie ist denn so ein Leben im Frauenknast?
Die US-Dramedy basiert auf dem biografischen Roman Orange Is the New Black und damit auf wahren Begebenheiten. Piper Kerman beschreibt in ihrem Buch ihre Zeit in einem Minimum-Sicherheitsgefängnis in Connecticut. In der Serie wurden die Figuren – inklusive Piper – umbenannt. In der Serie ist es Piper Chapman, gespielt von Taylor Schilling, die durch ihre Geliebte Alex nach dem College in den Drogenschmuggel abrutscht. Auch Geldwäsche gehört zu ihren Jugendsünden. Nach zehn Jahren holt sie die Vergangenheit wieder ein. Eigentlich führte sie schon ein gutbürgerliches Leben, als sie sich zu ihren Verbrechen schuldig bekennt und so eine einjährige Haftstrafe antreten muss.
Die Serie nimmt sich sieben Staffeln Zeit, um das Leben im Gefängnis zu zeigen. Dabei kommt es zu Skandalen, freudigen und traurigen Ereignissen sowie zu einem Aufstand der Gefangenen.
In Staffel 1–3 können wir Chapman zusehen, wie sie das Gefängnis verändert und lernt, damit umzugehen, wie unmenschlich die Wärter mit den Insassinnen umgehen.
In Staffel 4–6 merkt man, wie dieses Verhalten der Wärter zu einer brodelnden Stimmung führt und man schon spüren kann, dass es zu einem Aufstand kommen könnte.
In Staffel 6–7 geht es um den Aufstand im Hochsicherheitstrakt, der bis aufs Blut geführt wird. Dieser findet zwischen zwei verschiedenen Trakten statt. Chapman wird am Ende der 6. Staffel entlassen und versucht, sich ins normale Leben zurückzukämpfen.
Ich fand die Serie sehr spannend zu schauen – auch wenn es mich erschreckt hat, unter welchen Bedingungen die Gefangenen dort leben. Das Verhalten der Wärter ging überhaupt nicht. Dass es im Gefängnis zu Drogenhandel, Vergewaltigungen und Mord kam, fand ich ebenso erschreckend.
Wer gerne Dramen schaut und kein Problem mit Gewalt hat, sollte sich die Serie ansehen. Wer aber besagte Triggerpunkte hat, sollte es lieber sein lassen.
Abschließend möchte ich sagen, dass es hier um ein Gefängnis in Connecticut – also in den USA – geht und nicht um eines in Deutschland.
Ich gehe davon aus, dass auch hier Gewalt und Konflikte an der Tagesordnung sind, da die Insassen dieses Potenzial mitbringen. Doch diese Unmenschlichkeit ist bei uns nicht so drastisch, da es in deutschen Gefängnissen darum geht, Menschen wieder einzugliedern.
Ich wünsche viel Spaß beim Schauen!
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